Zusammenarbeit mit den Krankenkassen

Zusammenarbeit der Spitzenverbände

Die Unfallversicherungsträger arbeiten bei der Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren und der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) mit den Krankenkassen und deren Verbänden zusammen. Hierfür wurde 2009 eine Rahmenvereinbarung (PDF, 72 kB) zwischen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung und dem GKV-Spitzenverband unter Beteiligung der Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene geschlossen.
Zudem soll durch das 2015 in Kraft getretene Präventionsgesetz (PrävG) die Kooperation und Zusammenarbeit der Sozialversicherungsträger und die Koordination derer Präventionsleistungen durch eine nationale Präventionsstrategie gestärkt werden. Hierfür wurden von den Trägern der nationalen Präventionsstrategie bundeseinheitliche, trägerübergreifende Rahmenempfehlungen verabschiedet, worin gemeinsame Ziele, vorrangige Handlungsfelder, Zielgruppen, zu beteiligende Organisationen und Einrichtungen sowie Dokumentations- und Berichtspflichten festgelegt sind.

Initiative Gesundheit und Arbeit

In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) kooperieren gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung, um gemeinsam arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren mithilfe des Arbeitsschutzes und der betrieblichen Gesundheitsförderung vorzubeugen. iga wird gemeinsam getragen vom BKK Dachverband, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, dem AOK-Bundesverband und dem Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek).
Vorhandene Methoden und Erkenntnisse werden für die Praxis nutzbar gemacht und Präventionsansätze für die Arbeitswelt weiterentwickelt. Die Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, die Entwicklung wettbewerbsfähiger und gleichzeitig sozial orientierter Unternehmenskulturen zu unterstützen.
iga forscht, berät und entwickelt in den Schwerpunkten:

  • Wirksamkeit von Prävention und Gesundheitsförderung
  • Arbeit im Wandel
  • Gestaltung gesunder Arbeit
  • Kooperation und Vernetzung

Darüber hinaus fördert iga die Vernetzung und den Informationsaustausch.

Um ihre Ziele zu erreichen, suchen die Kooperationspartner mit iga das Gespräch mit Wirtschaft und Politik, mit den Sozialpartnern, den Selbstverwaltungen von Betriebs- und Ortskrankenkassen, Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sowie mit zahlreichen weiteren Institutionen, z. B. Trägern der sozialen Sicherheit und staatlichen Stellen. Bei der Umsetzung der einzelnen Projekte von iga ist außerdem - durch eine intensive Zusammenarbeit mit Betrieben und wissenschaftlichen Einrichtungen - eine enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis gegeben.

Deutsches Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung

Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung sind noch nicht überall selbstverständlich. Deshalb fördert iga mit verschiedenen Projekten die Verbreitung von Prävention und unterstützt als Trägerin des Deutschen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) die Vernetzung der Präventionsakteure. Das DNBGF geht auf eine Initiative des Europäischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP) zurück und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) unterstützt. Das Netzwerk wurde 2002 zur Verbesserung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der betrieblichen Gesundheitsförderung gegründet. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Netzwerk-Konferenzen erfolgt der Informations- und Erfahrungsaustausch.

Beratende Kommission und Kooperationskreis

Bei der Beratung der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Umsetzung des § 20 SGB V ist die DGUV in der hierzu eingerichteten Beratenden Kommission ebenso vertreten wie in der Arbeitsgruppe "Betriebliche Gesundheitsförderung (AG BGF)" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), in dem auch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mitwirkt. Die AG BGF ist gleichzeitig eine Arbeitsgruppe der Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung (BVPG), in der neben der DGUV alle maßgeblichen Institutionen auf dem Gebiet der Prävention und Gesundheitsförderung zusammarbeiten.

Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung

Neben vielen anderen Institutionen des Gesundheitswesens ist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung Mitglied der Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung (BVPG), die sich zum Ziel gesetzt hat, eine koordinierte präventive und gesundheitsfördernde Ausrichtung nicht nur im deutschen Gesundheitswesen, sondern in allen Politik- und Lebensbereichen zu verankern und zu stärken.

Ansprechperson

Violetta Aust
Abteilung Sicherheit und Gesundheit (SiGe)
Referat "Arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren"
Tel.: +49 30 13001-4580