Laufende Projekte

Beurteilung der Arbeitsbedingungen ("Gefährdungsbeurteilung"): Rahmenbedingungen für die Unterstützung durch Sozialversicherungsträger bzw. Sozialleistungsträger

Das Präventionsgesetz verpflichtet die verschiedenen Sozialversicherungsträger bei der Prävention zusammenzuarbeiten, das gilt auch für die Prävention in Betrieben und in Bildungseinrichtungen. Die Nationale Präventionskonferenz (NPK) hat mit den Bundesrahmenempfehlungen eine Basis geschaffen, die Zusammenarbeit zu gestalten. Sie nennt als ein zentrales Beispiel die Unterstützung der Betriebe bei der Durchführung der Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung). Um die Vorgehensweise auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben (Arbeitsschutzgesetz, GDA-Leitlinie, Sozialgesetzbücher) mit den Sozialversicherungs- bzw. Soziallleistungsträgern und den Ländern abzustimmen, hat der FB ORG im Oktober 2018 ein Projekt beschlossen. In Kooperation mit dem Fachbereich "Gesundheit im Betrieb" (FB GiB) und in Abstimmung mit den oben genannten Akteuren bzw. ihren Verbänden sollen ein gemeinsames Präventionsverständnis, anschlussfähige Präventionskonzepte und Qualitätskriterien entwickelt werden. Auf die Ergebnisse sollen möglichst alle beteiligten Sozialleistungsträger zurückgreifen können.

Ansprechperson
Eileen Bröring
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Telefon: +49 30 13001-4503

 

Neue Formen der Arbeit

Coworking Spaces als Multiplikatoren im Arbeitsschutz – Analyse der Arbeitsbedingungen und neuer Zugangswege für die Prävention bei neuen Formen der Arbeit

Der Begriff Coworking bedeutet wörtlich übersetzt "zusammen arbeiten". Wesentliches Kriterium ist, dass mehrere, hauptsächlich freiberuflich tätige Menschen gleichzeitig in meist größeren, offenen Räumen arbeiten und durch Austausch kreatives Potential ausschöpfen. Die Betreiber der Coworking Spaces bieten neben Arbeitsplätzen auch Infrastruktur wie schnelles Internet, Drucker und Besprechungsräume und ermöglichen so das eigenständige Arbeiten. Sozial- und Freizeitangebote ergänzen den Arbeitsbereich.

In Coworking Spaces sind viele für die Prävention wichtige Themen an einem Platz vereint, wie z. B. Arbeitszeit- und Arbeitsumgebungsgestaltung, mobile Arbeit, Solo-Selbstständige sowie Beurteilung der Arbeitsbedingungen.

Der FB ORG möchte in diesem Projekt zunächst eine Bestandaufnahme durchführen, um daraus zu erarbeiten, wie Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit auch unter neuen Bedingungen und bei neuen Arbeitsformen gefördert und wie Coworking Spaces als Multiplikatoren angesprochen werden können.

Ansprechperson für das Projekt im Sachgebiet "Neue Formen der Arbeit"
Dr. Susanne Roscher
VBG - Ihre Gesetzliche Unfallversicherung
Telefon: +49 40 5146-2596

 

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Betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung

Anpassung der DGUV Vorschrift 2

Der Grundsatzausschuss Prävention des DGUV Vorstandes hat den Fachbereich Organisation von Sicherheit und Gesundheit mit seinem Sachgebiet "Betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung" beauftragt, im Rahmen eines Projektes die Ergebnisse der Evaluation der DGUV Vorschrift 2, Anlage 2, im Hinblick auf mögliche Handlungsoptionen und eine Anpassung der DGUV Vorschrift 2 zu prüfen. Im Projekt werden auch Ergebnisse des 2017 durchgeführten Fachgespräches zur DGUV Vorschrift 2 sowie Vorarbeiten der DGUV und Erfahrungen der UV-Träger zur Umsetzung der DGUV Vorschrift 2 in den Betrieben berücksichtigt. In der Projektgruppe sind die im FB ORG vertretenen Institutionen beteiligt, sie bringen weitere Aspekte in die laufende Diskussion ein.

 


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Grundlegende Themen der Organisation

Mitarbeit in der Normung zur Sicherheitskennzeichnung

Im Bereich der Unfallversicherungsträger wurde die frühere Unfallverhütungsvorschrift „Sicherheitskennzeichnung“ zurückgezogen. Da die Erstellung von Sicherheitszeichen heute weitgehend durch die ISO-Normung bestimmt wird, kommt einer Mitarbeit der gesetzlichen Unfallversicherung in der Normungsarbeit auf diesem Gebiet eine besondere Bedeutung zu. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Regelungen der Richtlinie 92/58/EWG des Rates vom 24. Juni 1992 über Mindestvorschriften für die Sicherheits- und/oder Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz, die Festlegungen des Arbeitsstättenausschuss (ASTA) beim BMAS und der Arbeitsstättenregeln (ASR) sowie aktuelle Entwicklungen im nationalen Arbeitsschutz hinreichend Berücksichtigung finden. Die Sicherheits- und Gesundheitskennzeichnungen werden im Sachgebiet "Grundlegende Themen der Organisation" bearbeitet, hier finden Sie weitere Informationen zur Sicherheitskennzeichnung.