Erarbeitung einer Expositionsabschätzung für das Harnblasenkrebsrisiko durch aromatische Amine und Einschätzung der Auswirkung der Erkrankung Harnblasenkrebs auf die Erwerbstätigkeit

Projekt-Nr. FF-FB 0286

Status:

laufend

Zielsetzung:

Ziel des wissenschaftlichen Projektes ist es, in Zusammenarbeit von Arbeitsmedizin und Urologie einen Konsens zu erzielen, in dem eine orientierende Dosis für kanzerogene aromatische Amine empfohlen wird, die als relevant bzw. kausal für die Entstehung beruflich bedingter Urotheltumoren eingeschätzt werden kann.

Dieser Konsens ist relevant (a) für Gutachten sowie für Sozialgerichte und (b) für die Sachbearbeitung und die Rentenausschüsse der UV-Träger, die die Kausalität von niedrigen Expositionen gegenüber kanzerogenen aromatischen Aminen bei der Entstehung von Schleimhautveränderungen, Krebs und anderen Neubildungen der ableitenden Harnwege und deren Auswirkungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt beurteilen müssen.

Weiterhin sollen in diesem Projekt Aussagen über relevante Auswirkungen von Krankheit und Behandlung auf das Erwerbsleben bei beruflich durch kanzerogene aromatische Amine oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bedingten Urotheltumoren getroffen werden.

Aktivitäten/Methoden:

Es wird ein Literaturüberblick zur Thematik "Expositionsabschätzung aromatischer Amine im Hinblick auf das Harnblasenkarzinomerkrankungsrisiko“ erstellt. Dafür werden Publikationen aus den Datenbanken PubMed, Web of Science sowie EMBASE und zusätzlich deutschsprachige Veröffentlichungen zur BK 1301 von zwei Wissenschaftlern unabhängig voneinander gesichtet und bewertet. Daten und Angaben aus relevanten Arbeiten werden extrahiert. In einem Workshop mit Fachpersonen aus Arbeitsmedizin und Urologie werden die Ergebnisse diskutiert, ggfs. weiterer Forschungsbedarf aufgezeigt und ein Konsens gesucht. Fehlende Aspekte werden ergänzt, die Literatursuche entsprechend ausgeweitet und im Umlaufverfahren eine Empfehlung über eine orientierende Dosis kanzerogener aromatischer Amine sowie Aussagen über relevante Auswirkungen von Krankheit und Behandlung auf das Erwerbsleben getroffen. Die Ergebnisse werden in einer entsprechenden Publikation veröffentlicht.

Stand:

21.04.2020

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Gefahrstoffe

Schlagworte:

Berufskrankheit, Krebserregende Stoffe, Rechts- und Regelsetzung

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Urotheltumore, Harnblasenkrebs, Kanzerogene