Qualitätssicherung der Diagnostik von beruflichen Typ I-Allergien

Projekt-Nr. IPA 209

Status:

laufend

Zielsetzung:

Ziel des Projekts:
Optimierung und Standardisierung von Hauttestlösungen für relevante Berufsallergene sowie langfristige Sicherstellung validierter Testextrakte. Dadurch soll die diagnostische Sicherheit für medizinische Entscheidungen, Präventionsmaßnahmen und Forschung erhalten bzw. verbessert werden.

Ausgangssituation:
Berufsbedingte Allergien stellen für viele Beschäftigte ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko dar. IgE-vermittelte Soforttypallergien können Atemwege und Haut betreffen, starke Beschwerden verursachen und die berufliche Tätigkeit beeinträchtigen.

Eine zuverlässige Diagnostik ist daher sowohl im Hautarztverfahren als auch im Berufskrankheiten-Feststellungsverfahren sowie in der betrieblichen (Individual-)Prävention und in epidemiologischen Studien zur Prävalenz von Berufsallergien von großer Bedeutung.

Zentrales diagnostisches Instrument ist der Haut-Pricktest: Er ist schnell durchführbar, kostengünstig und bei standardisiertem Vorgehen mit geprüften Testextrakten sehr sensitiv. In Kombination mit einer beruflichen Anamnese ermöglicht er den Nachweis von Sensibilisierungen und die Beurteilung eines möglichen kausalen Zusammenhangs zwischen Arbeitsplatzexposition und allergischen Symptomen.

Die Aussagekraft des Haut-Pricktests hängt jedoch wesentlich von der Qualität und Standardisierung der Allergenextrakte ab. Unterschiede in Herstellung und Zusammensetzung beeinflussen das Testergebnis erheblich. Daher müssen Testlösungen für Berufsallergene optimiert, standardisiert und weiterhin verfügbar sein.

Aktivitäten/Methoden:

Studiendesign:
In der Studie IPA-209-AllQuali soll nun der Praxistest die evaluierten Standard-Herstellungsverfahren (Standard Operating Procedures, SOPs) aus dem vorherigen Kooperationsprojekt (IPA-164 Berufsderma) mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in öffentlichen Apotheken getestet werden. Die Berücksichtigung rechtlicher und regulatorischer Aspekte soll weiterhin durch das PEI begleitet werden.

Die Validierung der neu hergestellten Allergentestlösungen für typische berufliche Allergenquellen, darunter Mehle, Enzyme, Vorratsmilben, Hölzer, Schimmelpilze, Tierepithelien, Naturlatex sowie Fisch und Meeresfrüchte soll in einer multizentrischen In-vivo-Hautteststudie unter Leitung des IPA erfolgen und durch Laboruntersuchungen (In-vitro-Tests) zur Bestimmung spezifischer IgE-Konzentrationen ergänzt werden. Erwartet werden qualitätsgesicherte, standardisierte und langfristig verfügbare Testlösungen für

Stand:

25.03.2026

Projekt

Projektdurchführung:
  • Paul-Ehrlich Institut
  • Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Biologische Arbeitsstoffe, Arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren, Arbeitsbedingte Erkrankungen

Schlagworte:

Allergisierende Stoffe, Arbeitsmedizinische Vorsorge, Arbeitsumwelt (Belastungen, Gefährdungen, Expositionen, Risiken)

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Allergiediagnostik, Qualitätssicherung, Typ I Allergie,

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