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Akkubetriebene Fettpressen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit in der Industrie und im Handwerk. Sie ermöglichen eine schnelle und einfache Schmierung von Maschinen und Anlagen und tragen so dazu bei, die Effizienz deutlich zu erhöhen. Zudem ist es möglich, zugesetzte Schmiernippel und Lagerstellen "frei" zu pressen. Insbesondere die dabei erzeugten hohen Drücke von über 700 bar führen vermehrt zu teils schweren Verletzungen ihrer Bediener aufgrund platzender Schlauchleitungen oder abgerissener Schmiernippel. Mit der steigenden Verbreitung dieser Geräte erhöht sich das Gefahrenpotential und damit das Auftreten schwerer Unfälle.
Ziel des Projekts soll es sein, Herstellern und Anwendern von akkubetriebenen Fettpressen sowie Konstrukteuren von Maschinen mit Schmierstellen eine Hilfestellung zu Bau, Auswahl und Handhabung zu geben und somit das Unfallgeschehen zu reduzieren.
Im Rahmen des Projekts zur Bewertung der sicherheitstechnischen Anforderungen an Akku-Fettpressen sollen verschiedene Aspekte systematisch untersucht werden. Zunächst erfolgt eine Recherche zu relevanten Anforderungen aus gültigen Normen und Richtlinien, insbesondere im Hinblick auf die sicherheitstechnische Ausrüstung der Akku-Fettpressen.
Anhand einer Marktanalyse sollen verschiedene Hersteller, Bauformen und Modelle zusammengestellt werden. Im Anschluss werden repräsentative Maschinen zur praktischen Untersuchung beschafft. Die Untersuchung und Bewertung der sicherheitstechnischen Ausrüstung umfasst unter anderem Schläuche, Kupplungen, Verbindungselemente und Druckbegrenzungseinrichtungen. Des Weiteren werden Funktionsprüfungen nach Inbetriebnahme sowie eine gezielte Prüfung des Ansprechverhaltens der Druckbegrenzung durchgeführt.
Ein weiterer Schwerpunkt wird auf der Handhabung der Kupplungssysteme liegen. Dabei werden unter anderem die Lösekräfte beim Kuppeln und Entkuppeln sowohl unter Druckbeaufschlagung als auch ohne Druck untersucht. Zusätzlich werden Druck- und Berstversuche an Schlauchleitungen durchgeführt – sowohl an neuen als auch an "vorgeschädigten" Leitungen. Ziel hierbei ist es, die Belastbarkeit und das Versagensverhalten unter reproduzierbaren Bedingungen zu analysieren.
Abschließend werden auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse Empfehlungen zur sicheren Ausrüstung und Nutzung von Akku-Fettpressen entwickelt. Dabei werden auch Hinweise zur möglichen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) berücksichtigt, um einen sicheren Umgang mit diesen Geräten zu gewährleisten.
-branchenübergreifend-
Gefährdungsart(en):Mechanische Gefährdungen
Schlagworte:Maschinensicherheit, Prävention, Unfallgefahr
Weitere Schlagworte zum Projekt:Akkubetriebene Fettpresse, Maschinensicherheit, Druck, Schlauchleitung, Hydraulik, Schmierstelle