Schutz der Beschäftigten bei der Bekämpfung von Entstehungsbränden

Projekt-Nr. FF-FP 0405

Status:

laufend

Zielsetzung:

Eine Verbesserung des Schutzes der Versicherten bei der Entstehungsbrandbekämpfung setzt für die weiteren Überlegungen eine Untersetzung der in der ASR A2.2 verankerten Definition des Entstehungsbrandes mit brandschutztechnisch nachvollziehbaren Grenzwerten für Entstehungsbrandszenarien voraus. Dies ermöglicht über Vergleiche mit Grenzwerten für Strahlungsintensitäten, Sichtbeeinträchtigungen und Brandrauchtoxizitäten die Charakterisierung der Ausmaße typischer Entstehungsbrände und bildet die Grundlage für die Abschätzung, bis zu welchem Stadium eines Brandes Löschmaßnahmen durch ungeschützte Versicherte gefahrlos durchführbar sind.

Für den genauen Ablauf und Umfang der Löschmaßnahmen werden klassische Feuerlöscher mit Kleinlöschgeräten, wie beispielsweise „Feuerlöschsprays“, mit ein bis zwei Löscheinheiten verglichen. Bei diesem Vergleich sollen die den Kleinlöschgeräten zugeschriebenen Vorteile berücksichtigt werden und den damit verbundenen Nachteilen gegenübergestellt werden.

Aktivitäten/Methoden:

Auf Grundlage einer Auswertung von Fallbeispielen zur Nutzung von tragbaren Feuerlöschgeräten in der Praxis sollen relevante Szenarien für die Entstehungsbrandbekämpfung im betrieblichen Kontext abgeleitet werden und mittels rechnergestützter numerischer Verfahren simuliert werden. Hierzu werden sowohl das bestehende normative Konzept der Prüfbrände als auch typische Einrichtungsgegenstände von Arbeitsstätten mittels experimenteller Verfahren brandtechnologisch charakterisiert, um notwendige Ausgangsdaten für die rechnergestützte numerische Simulation zu generieren, erforderliche Löschmittelmengen und -arten zu ermitteln und das bestehende Konzept der Prüfbrände in Hinblick auf seine Eignung zu untersuchen. Die auf diesen Grundlagen durchgeführte Simulation wird dazu genutzt, die betriebliche Entstehungsbrandbekämpfung sicherheitstechnisch zu beurteilen und mögliche Verbesserungen zum Schutz der Versicherten bei dieser abzuleiten.

Stand:

09.10.2019

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Universität Wuppertal
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Arbeitsorganisation/-schutzmanagement

Schlagworte:

Prävention, Brand- und Explosionsschutz, Qualifizierung, Ausbildung, Didaktik etc.

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Entstehungsbrand, Brandbekämpfung