BK-Info für Ärztinnen/Ärzte

Diagnosen

Bei Ihrer Patientin bzw. Ihrem Patienten liegt die nachfolgend genannte Diagnose vor?

  • K05.6 Krankheit des Parodonts, nicht näher bezeichnet

Berufliche Tätigkeiten / Einwirkungen

War Ihre Patientin bzw. Ihr Patient eine dieser nachfolgend beschriebenen Einwirkungen bei der Arbeit ausgesetzt?

Berufliche Einwirkungen / Tätigkeiten BK-Nr.
Blei oder seine Verbindungen
Beispiele:
  • Blei- oder Zinkhütten
  • Feilen, Sägen, Fräsen, trockenes Schleifen oder Polieren von metallischem Blei oder Bleilegierungen
  • Mischen und Anreiben bleihaltiger Farben in Pulverform (z. B. Bleiweiß, bleihaltigem Zinkweiß, Mennige, Bleicyanamid, Chromgelb, Chromrot, Neapelgelb)
  • Aufspritzen der Farben mittels Spritzpistole
  • Abbürsten und Abbrennen von Bleifarbenanstrichen
  • Schneiden oder Schweißen an mit Mennige oder anderen Bleifarben gestrichenen oder verbleiten Teilen (z. B. beim Verschrotten, Abwracken)
  • Warmnieten mit Mennige gestrichener Eisenteile
  • Altmetallschmelzen
  • Homogenverbleien
  • Bleilöten
  • Arbeiten in Drahthärtereien
  • Herstellung von Lagerschalen aus Bleibronze
  • Herstellung von Bleiakkumulatoren
  • Abziehen der Oxydschicht vom Bleibad (z. B. in Patentierereien)
  • Verstäuben der sog. Krätze und
  • Glätten (Bürsten, Schleifen) von Karosseriefugen u. ä. die mit vorwiegend bleihaltigem Lötzinn behandelt wurden
  • Herstellung bleihaltiger Glasuren (Fritten), Emails, Dekors, Kristallgläser
  • Verwendung von Bleiverbindungen als Stabilisatoren und Gleitmittel in der Kunststoffindustrie
  • Reinigen von mit Bleibenzin betriebenen Motoren, in denen Bleioxyd oder Bleihalogenide als Verbrennungsrückstand vorkommen
  • Mischen mit Benzin in Mischanlagen oder beim Reinigen der Bleibenzin-Lagertanks von Bleischlamm
Der Umgang mit metallischem Blei, Bleirohren, Bleilettern, z. B. im graphischen Gewerbe, oder mit bleihaltigem Benzin an Tankstellen stellt kaum eine spezifische Gesundheitsgefahr dar.
Quecksilber oder seine Verbindungen
Beispiele:
  • Verhüttung von sulfidischen Zink- oder Silbererzen (Quecksilber als Nebenprodukt)
  • Flugstaub und Bleikammerschlamm aus der Schwefelsäureproduktion
  • Verwendung von Quecksilber bei der Herstellung von Thermometern und Barometern, Gleichrichtern, Unterbrechern, Quecksilber-Dampflampen,
  • Verwendung von Quecksilber in Thermostaten
  • Verwendung von Quecksilber in der Hochvakuumtechnik
  • Herstellung von Knallquecksilber
  • Verwendung von Knallquecksilber als Initialsprengstoff zur Herstellung von Zündhütchen und Sprengkapseln
  • Verwendung von Quecksilberdialylen als Fungicide, Saatbeiz- oder Holzkonservierungsmittel (z. B. das leicht flüchtige Methyl- oder Äthylquecksilber sowie Phenylquecksilbersalze und Quecksilberoleate),
  • Herstellung von Quecksilberfarben
  • Herstellung von Amalgamen in der Metallurgie, in zahnärztlichen Praxen und Laboratorien
  • Verwendung als Katalysator, z. B. bei Acetaldehyd- und Essigsäureproduktion aus Acetylen
  • Verwendung zur Abtrennung von Natrium bei der elektrolytischen Chlor-Alkaligewinnung, Chloralkalielektrolyse
  • Herstellung von Quecksilberverbindungen
  • Rückgewinnung von Quecksilber
  • Verwendung als Imprägnierungsmittel für das Konservieren von Holz (Quecksilber-2-chlorid, sog. Cyanisierung, zum Verstärken photographischer Platten u. a., ferner Quecksilbercyanid [Hg(CN)2]
  • Verwendung als Beize in Hasenhaarschneidereien und in der Haarhutindustrie
  • Verwendung als Oxydationsmittel und Katalysator zur Entschwefelung organischer Stoffe
  • beim Vergolden in der Porzellanmalerei und als Bestandteil zur Herstellung medizinischer Hg-Präparate
  • Verwendung als Arzneimittel (Quecksilber-l-chlorid)