BK-Info für Ärztinnen/Ärzte

Diagnosen

Bei Ihrer Patientin bzw. Ihrem Patienten liegt die nachfolgend genannte Diagnose vor?

  • J84.1 Sonstige interstitielle Lungenkrankheiten mit Fibrose

Berufliche Tätigkeiten / Einwirkungen

War Ihre Patientin bzw. Ihr Patient eine dieser nachfolgend beschriebenen Einwirkungen bei der Arbeit ausgesetzt?

Berufliche Einwirkungen / Tätigkeiten BK-Nr.
Chrom oder seine Verbindungen
Beispiele:
Als Gefahrenquellen für Chrom(VI) sind bekannt:
  • der Aufschluss von Chromerzen und die Herstellung von 6wertigen Chromverbindungen
  • die Glanz- und Hartverchromung in der Galvanotechnik (Chrom(VI)-Oxid ist Ausgangsmaterial)
  • Anstricharbeiten mit chromhaltigen Korrosionsschutzmitteln in Spritzverfahren
  • Brennschneiden, Schweißen und Schleifen von Blechen mit chromhaltigen Anstrichstoffen
  • die Herstellung und Verwendung von Chrom(VI)-Pigmenten, insbesondere Zink- und Bleichromat, in der Lack-, Farben- und Kunststoffindustrie
  • die Verwendung von Chrom(VI)-Oxid und Alkalichromaten, z. B. in der Lithographie, der fotografischen Industrie, der Textil- und Teppichindustrie, der Glas- und keramischen Industrie, bei der Herstellung von Feuerwerkskörpern und Zündhölzern sowie von Pflanzenleimen
  • die Holzimprägnierung
  • die Herstellung und Verwendung von Schneidölen
  • das Gerben von Leder
  • das Beizen und Reinigen von Metallen sowie in der Glasfabrikation (Chromschwefelsäure)
  • die Herstellung und Verwendung von gefärbten Natronlaugen zum Bleichen von Ölen, Fetten und Wachsen
  • Verwendung als Oxidationsmittel.
  • Zement und Bauxit können kleine Mengen von Chrom(VI) enthalten.
  • Chrom(VI)-Verbindungen sind z. B.:
    • Zink-Kalium-Chromat (sog. Zinkchromat, Zinkgelb)
    • Calciumchromat
    • Chrom(III)-Chromat (Chrom(III)-Salz der Chromsäure)
    • Strontiumchromat
    • Natriumdichromat, Natriumchromat
    • Chrom(VI)-Oxid, Chromtrioxid
    • Kaliumdichromat, Kaliumchromat
    • Bleichromat
Cadmium oder seine Verbindungen
Beispiele:
  • Herstellung von Cadmiumlegierungen, z.B. beim galvanischen Metallisieren als Zusatz von Legierungen
  • In der Akkumulatorenfabrikation, z.B. bei der Herstellung von Nickel-Cadmium Akkumulatoren (Stahlakkumulatoren)
  • Herstellung von Cadmiumüberzügen mittels Elektrolyse
  • Herstellung von Cadmiumfarbstoffen, z. B. Cadmiumgelb und Cadmiumrot
  • Beim Schweißen, Schmelzen und Schneiden von mit Cadmium überzogenen, legierten sowie verunreinigten Metallen
  • Hartlöten mit cadmiumhaltigen Loten
Aluminium oder seine Verbindungen
Beispiele:
Herstellung von Aluminiumlegierungen
  • Schweißen von Aluminium und Aluminiumlegierungen
  • Be- und Verarbeitung von Aluminium und Aluminiumlegierungen
  • Herstellung von Aluminiumpulver
  • Feinstampfen, Sieben und Mischen von ungefettetem Aluminiumfeinstaub (sog. Pyroschliff)
  • Verwendung von Aluminiumpulver u. a. als
    • Treibmittel bei der Herstellung von Gasbeton in der Baustoffindustrie
    • als Bestandteil von Sintermetallen in der Pulvermetallurgie
    • als Pigment für Metalliclacke und Spezialfarben in der Lack- und Farbenindustrie sowie als Druckfarbe
    • Lebensmittelfarbstoff
    • Treibladung für Feuerwerkskörper, Raketen und Sprengstoffe in der Pyrotechnik
  • Herstellung von Medikamenten mit Aluminium haltigen Wirk- und/oder Hilfsstoffen.
Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
Beispiele:
  • Stäube beim Mahlen und Mischen der Ausgangsstoffe (Carbide)
  • Dämpfe und Rauche beim metallischen Verhüttungsprozeß in Sinteröfen, d. h. beim Reduzieren, Karburieren, Vorsintern und Fertigsintern der Ausgangsstoffe oder Zwischenprodukte
  • Stäube bei der Rohbearbeitung, z. B. beim Drehen, Bohren, Sägen und Schleifen der vorgesinterten Teile
  • Stäube bei der Feinbearbeitung, z. B. beim Schleifen mittels Diamant- oder Korundscheiben des fertiggesinterten Materials sowie bei der Nachbearbeitung von Schneidwerkzeugen
  • Verwendung von Sinterhartmetallen u. a.
    • als Schnittwerkzeuge in der spangebenden Verarbeitung bei der Metallbearbeitung
    • als Mahlwerkzeuge bei der Gesteinsbearbeitung (Bergbau und Tunnelbau)
    • bei der spanlosen Verarbeitung als Press- und Ziehwerkzeuge (Draht)
    • als Verschleißschutz
  • Herstellung von Aufschweißlegierungen bestehend aus gegossenem und anschließend zerkleinertem Wolframcarbid
  • Herstellung und Verwendung von Aufspritzpulvern bestehend aus gegossenen Wolframcarbidkörnern und einem Bindemetall (Basis Nickel-Chrom-Bor)
  • Herstellung von Gußcarbiden