Diagnosen

Liegt bei Ihrer Patientin bzw. Ihrem Patienten die nachfolgend genannte Diagnose vor?

  • C44 Sonstige bösartige Neubildungen der Haut

Berufliche Tätigkeiten / Einwirkungen

War Ihre Patientin bzw. Ihr Patient einer der nachfolgend beschriebenen Einwirkungen bei der Arbeit ausgesetzt?

Berufliche Einwirkungen / Tätigkeiten BK-Nr.
Arsen oder seine Verbindungen
Beispiele:
  • Verhüttung und Rösten arsenhaltiger Mineralien
  • Herstellung von Arsenik, arsenhaltigen Farben und Anstrichmitteln (Schiffsbodenanstrich)
  • Verwendung arsenhaltiger Ausgangsstoffe in der Pharmazie, in der chemischen, keramischen und Glasindustrie
  • Verwendung in Gerbereien, Kürschnereien (Beizmittel) und zoologische Handlungen
  • Herstellung und Verwendung arsenhaltiger Schädlingsbekämpfungsmittel
  • Arsenwasserstoff (Arsin, AsH3) tritt
    • beim Beizen von Metallen mit arsenhaltiger Schwefel- oder Salzsäure und
    • bei Naßbearbeitung von Erzen, Schlacken oder Metallspeisen auf.
  • Auch bei Einwirken von Feuchtigkeit auf Ferrosilicium, das mit Arsen und Phosphiden verunreinigt ist, kann Arsenwasserstoff neben Phosphorwasserstoff entstehen
  • Arsentrichlorid (AsCl3) ist eine farblose, ölige, an der Luft rauchende Flüssigkeit, die zum Beizen und Brünieren von Metallen verwendet wird
Röntgenstrahlen und andere ionisierenden Strahlen wie Elektronen, Protonen, Deuteronen und andere beschleunigte Ionen sowie Neutronen, die direkt oder indirekt ionisieren.
Beispiele:
  • Röntgenstrahlen können eine Gefahrenquelle für Personen darstellen, die der direkten oder indirekten Einwirkung, z. B. im Bereich der Medizin, bei der Materialprüfung, in der Röntgenapparate- oder röhrenindustrie ausgesetzt sind.
  • Radioaktive Stoffe (Alpha-, Beta- oder Gammastrahlen) können in entsprechenden Dosen eine Gefahrenquelle für Personen sein, die bei Gewinnung, Verarbeitung, Verwendung oder beim Transport mit diesen Stoffen oder den von ihnen ausgesandten Strahlen in Berührung kommen, z. B. bei der medizinischen Diagnostik oder Therapie, bei wissenschaftlichen Untersuchungen, bei der Werkstoffprüfung, bei bestimmten Messverfahren, bei der industriellen Verarbeitung und Anwendung von Radionukliden sowie bei Tätigkeiten im Uranbergbau und in kerntechnischen Anlagen.
  • Andere ionisierenden Strahlen können in Atomreaktor- und Teilchenbeschleunigerbetrieben vorkommen.
Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Rech und "Ähnliche Stoffe"
Beispiele:
Die oben erwähnten Stoffe enthalten Bestandteile, die Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen auslösen können und finden in folgenden Branchen Verwendung:
  • Ruß: Gummiindustrie, Herstellung von Tusche, Wichse, Farben und Kunststoffen
  • Rohparaffin: Zündholz-, Papier- und Sprengstoffindustrie
  • Teer: Gewinnung in Kokereien und Gasfabriken, Verwendung in Dachpappen- und Steinkohlenbrikettfabriken, bei der Holzimprägnierung und im Straßenbau
  • Anthrazen: Rohstoff in der Farbenherstellung, Holzimprägnierung, Herstellung von Lacken und Dachpappen.
  • Pech: Bindemittel in der Steinkohlenbrikettfabrikation, Kabelisolierung, Herstellung von Dachpappen, Lacken u. a.
  • "Ähnliche Stoffe" sind Stoffe mit ähnlich biologischer Wirkung (z. B. verschiedene Erdwachse, Asphalte, Masut und Mineral-, Schmier-, Zylinder- und Bohröle, die bei 300 °C und mehr sieden.)
natürliche UV-Strahlung
Beispiele:
  • Bauarbeiter/Hochbau
  • Beschäftigte in der Landwirtschaft oder dem Gartenbau
  • Dachdecker
  • berufliche Tätigkeiten, die mit Auslandsaufenthalten in Ländern mit hoher UV-Exposition, stattgefunden haben.
  • Als langjährige Einwirkung im Sinne dieser Berufskrankheit gelten z.B. für ein Alter von
    • 50 Jahren - 15 Jahre arbeiten im Freien
    • 60 Jahren - 18 Jahre arbeiten im Freien
    • 70 Jahren - 21 Jahre arbeiten im Freien
    • 80 Jahren - 24 Jahre arbeiten im Freien