Beurteilung der Gefährdungen durch physische Belastung

Die Gefährdungsbeurteilung ist die Grundlage aller Arbeitsschutzmaßnahmen im Unternehmen. Sie hilft, Risiken zu Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten aufzudecken und Belastungsschwerpunkte zu erkennen.

Es existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Belastungen des Rückens und der Gelenke, für die jeweils geeignete Beurteilungsverfahren erforderlich sind. Allerdings gibt es nicht für alle Belastungsarten einfache Verfahren zur Gefährdungsbeurteilung. Vielmehr können viele Verfahren nur von Fachleuten angewendet werden. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass in der Praxis meist Kombinationen verschiedener Belastungsarten vorkommen.

Zudem können psychische Faktoren und deren Folgen die Wirkung einer körperlichen Belastung verstärken. Psychische Faktoren, die in Verbindung mit Rückenbeschwerden bzw. -erkrankungen gebracht werden, sind zum Beispiel hohe Arbeitsanforderungen, Unzufriedenheit mit der Arbeit, Arbeitsplatzunsicherheit und Monotonie.

Für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung bei körperlichen Belastungen bietet sich ein Vorgehen nach der Mehrstufigen Gefährdungsbeurteilung bei Muskel-Skelett-Belastung an.

Weitere Praxishilfen für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung wurden im Rahmen des GDA-Arbeitsprogramms „Muskel-Skelett-Belastungen“ entwickelt.