BK-Info für Ärztinnen/Ärzte

Diagnosen

Bei Ihrer Patientin bzw. Ihrem Patienten liegt die nachfolgend genannte Diagnose vor?

  • C31 Bösartige Neubildung der Nasennebenhöhlen

Berufliche Tätigkeiten / Einwirkungen

War Ihre Patientin bzw. Ihr Patient eine dieser nachfolgend beschriebenen Einwirkungen bei der Arbeit ausgesetzt?

Berufliche Einwirkungen / Tätigkeiten BK-NR.
Chrom oder seine Verbindungen
Beispiele:
Als Gefahrenquellen für Chrom(VI) sind bekannt:
  • der Aufschluss von Chromerzen und die Herstellung von 6wertigen Chromverbindungen
  • der Aufschluss von Chromerzen und die Herstellung von 6wertigen Chromverbindungen
  • die Glanz- und Hartverchromung in der Galvanotechnik (Chrom(VI)-Oxid ist Ausgangsmaterial)
  • Anstricharbeiten mit chromhaltigen Korrosionsschutzmitteln in Spritzverfahren
  • Brennschneiden, Schweißen und Schleifen von Blechen mit chromhaltigen Anstrichstoffen
  • die Herstellung und Verwendung von Chrom(VI)-Pigmenten, insbesondere Zink- und Bleichromat, in der Lack-, Farben- und Kunststoffindustrie
  • die Verwendung von Chrom(VI)-Oxid und Alkalichromaten, z. B. in der Lithographie, der fotografischen Industrie, der Textil- und Teppichindustrie, der Glas- und keramischen Industrie, bei der Herstellung von Feuerwerkskörpern und Zündhölzern sowie von Pflanzenleimen
  • die Holzimprägnierung
  • die Herstellung und Verwendung von Schneidölen
  • das Gerben von Leder
  • das Beizen und Reinigen von Metallen sowie in der Glasfabrikation (Chromschwefelsäure)
  • die Herstellung und Verwendung von gefärbten Natronlaugen zum Bleichen von Ölen, Fetten und Wachsen
  • Verwendung als Oxidationsmittel.
  • Zement und Bauxit können kleine Mengen von Chrom(VI) enthalten.
  • Chrom(VI)-Verbindungen sind z. B.:
    • Zink-Kalium-Chromat (sog. Zinkchromat, Zinkgelb)
    • Calciumchromat
    • Chrom(III)-Chromat (Chrom(III)-Salz der Chromsäure)
    • Strontiumchromat
    • Natriumdichromat, Natriumchromat
    • Chrom(VI)-Oxid, Chromtrioxid
    • Kaliumdichromat, Kaliumchromat
    • Bleichromat
Röntgenstrahlen und andere ionisierenden Strahlen wie Elektronen, Protonen, Deuteronen und andere beschleunigte Ionen sowie Neutronen, die direkt oder indirekt ionisieren.
Beispiele:
  • Röntgenstrahlen können eine Gefahrenquelle für Personen darstellen, die der direkten oder indirekten Einwirkung, z. B. im Bereich der Medizin, bei der Materialprüfung, in der Röntgenapparate- oder röhrenindustrie ausgesetzt sind.
  • Radioaktive Stoffe (Alpha-, Beta- oder Gammastrahlen) können in entsprechenden Dosen eine Gefahrenquelle für Personen sein, die bei Gewinnung, Verarbeitung, Verwendung oder beim Transport mit diesen Stoffen oder den von ihnen ausgesandten Strahlen in Berührung kommen, z. B. bei der medizinischen Diagnostik oder Therapie, bei wissenschaftlichen Untersuchungen, bei der Werkstoffprüfung, bei bestimmten Messverfahren, bei der industriellen Verarbeitung und Anwendung von Radionukliden sowie bei Tätigkeiten im Uranbergbau und in kerntechnischen Anlagen.
  • Andere ionisierenden Strahlen können in Atomreaktor- und Teilchenbeschleunigerbetrieben vorkommen.
Nickel oder seine Verbindungen
Beispiele:
  • Herstellung von Nickelstählen und Nickelbasislegierungen- Aufbereitung und Verarbeitung von Nickelerzen zu Nickel oder Nickelverbindungen im Bereich der Raffination einschließlich Wartung von Produktionsanlagen.
  • Elektrolytische Abscheidung von Nickel unter Verwendung unlöslicher Anoden
  • Herstellung von Nickel nach dem MOND-Verfahren
  • Herstellen und Verarbeiten von Nickel und Nickelverbindungen in Pulverform
  • Herstellen nickelhaltiger Akkumulatoren und Magnete
  • Lichtbogenschweißen mit nickelhaltigen Zusatzwerkstoffen
  • Plasmaschneiden von nickelhaltigen Werkstoffen
  • Thermisches Spritzen (Flamm-, Lichtbogen-, Plasmaspritzen) mit nickelhaltigen Spritzzusätzen
  • Schleifen von nickelhaltigen Werkstoffen
  • Elektrogalvanisation (elektrolytisches Vernickeln von z. B. Eisenoberflächen)
  • Plattieren (mechanisches Vernickeln)
  • Verwendung von feinverteiltem Nickel als großtechnischer Katalysator in der organischen Chemie (z. B. bei der Fetthärtung).
Kokereirohgase
Beispiele:
  • Tätigkeiten am Ofenblock und in seiner unmittelbaren Umgebung als
    • Füllwagenfahrer
    • Einfeger (Deckenmann)
    • Steigrohrreiniger
    • Teerschieber
    • Druckmaschinenfahrer
    • Kokskuchenführungswagenfahrer bzw. Koksüberleitungsmaschinist
    • Löschwagenfahrer
    • Türmann
    • Rampenmann
Eichen- oder Buchenholzstaub
Beispiele:
  • spanabhebende Bearbeitung (z. B. Schleifen, Hobeln, Sägen, Fräsen) von Eichen- oder Buchenholz
    • Bau und Möbelschreiner
    • Parkettleger
    • Küfer
    • Stellmacher
    • Bootsbauer
    • Zimmerleute