Synkanzerogene Wirkung von UV-Strahlung und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) bei der Entstehung von Plattenepithelkarzinomen - Systematisches Review und Mechanistische Studie

Projekt-Nr. FF-FB 0275

Status:

laufend

Zielsetzung:

Systematisches Review:

Es soll geprüft werden, ob wissenschaftliche Belege für oder gegen eine synkanzerogene Wirkung von UV-Strahlung und PAK bei der Entstehung von Plattenepithelkarzinomen vorliegen. Bei Vorliegen von wissenschaftlichen Belegen für eine synkanzerogene Wirkung soll geprüft werden, ob sich Expositionsverhältnisse für bestimmte Personengruppen definieren lassen. Eine mögliche synkanzerogene Wirkung würde einen Großteil der sogenannten Outdoorworker (Maurer, Tiefbau, Landwirte), die nicht nur gegenüber UV-Strahlung, sondern auch gegenüber Stoffen der Berufskrankheit Nr. 5102 (Teer, Bitumen, Carbolineum u.v.a.) exponiert waren, betreffen.

Mechanistische Studie:

Um das Risiko möglicher synergistischer Effekte von UV-Strahlung und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) abzuschätzen, werden mehrere toxische und kanzerogene Endpunkte in einem integrierten Ansatz untersucht. Anhand von Dosis-Wirkungs- Beziehungen sollen Konzentrationen von UV-Strahlung und PAK bestimmt werden, die den Übergang zu einem adversen Zustand markieren.

Aktivitäten/Methoden:

Systematisches Review:

Es wird eine systematische Literaturrecherche der deutsch- und englischsprachigen Publikationen zur Frage der synkanzerogenen Wirkung von UV-Strahlung und PAK in den Datenbanken PubMed, Web of Science und EMBASE durchgeführt, wobei zusätzlich auch ggfs. dort nicht enthaltene deutsche berufsdermatologische Studien berücksichtigt werden. Nachfolgend wird eine systematische Übersichtsarbeit unter Berücksichtigung des PRISMA-Statements erstellt, insbesondere zu den Fragen:

  • Gibt es belastbare Hinweise, d. h. Evidenzen für eine synkanzerogene Wirkung von PAK und UV-Strahlung?
  • Gibt es wissenschaftliche Belege oder Hinweise, die gegen diese Synkanzerogenese sprechen?
  • Lassen sich im Falle der Bejahung Expositionsverhältnisse für bestimmte Personengruppen definieren?

Mechanistische Studie:

Menschliche ex-vivo-Haut wird verschiedenen Konzentrationen von Benzo[a]pyren (B[a]P), der Schlüsselsubstanz der PAK, mit/ohne UV-Strahlung ausgesetzt. Aufnahme, Stoffwechsel, Lokalisation von B[a]P werden untersucht. Assays sollen Informationen über eine krebserzeugende Wirkung und oxidativen Stress als möglichen zugrunde liegenden Mechanismus liefern. Daten werden u. a. mit dem Benchmark-Verfahren analysiert.

Stand:

27.08.2019

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial-, und Umweltmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Mehrfachbelastungen

Schlagworte:

Berufskrankheit, Strahlung, Chemische Arbeitsstoffe

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Synkanzerogenese, UV-Strahlung, Kohlenwasserstoffe, Plattenepithelkarzinome