SARS-CoV-2 – Schutzstandards für Bildungseinrichtungen

SARS-CoV-2 Schutzstandard für Hochschulen / FAQs

Stand: 16. April 2021

Auf dieser Seite haben wir Ihnen Fragen und Antworten zusammengestellt, die in der Praxis regelmäßig vorkommen und übergreifend gelöst werden können. Ergänzende Infos finden Sie auf den länderspezifischen Seiten.

  • 1. Können in Praktika in chemischen, biologischen und gentechnischen Laboratorien Mund-Nase-Bedeckungen (MNB) getragen werden, wenn der Mindest-Abstand zwischen den Personen nicht eingehalten werden kann?

    Das Praktikum ist grundsätzlich so zu organisieren, dass die Mindestabstände eingehalten werden können. Für jedes Praktikum ist hier individuell zu beurteilen, unter welchen Bedingungen MNB getragen werden können. Beim Tragen von MNB sind u. a. Gefährdungen durch Kontamination oder offene Flammen (Bunsenbrenner) zu berücksichtigen. Siehe dazu auch die Anforderungen an Arbeitskleidung in Abschnitt 4.4.1 der DGUV Information 213-850 "Sicheres Arbeiten in Laboratorien" und Kapitel 6 "Persönliche Schutzausrüstungen einschließlich Schutzkleidung" der DGUV Information 213-086 "Biologische Laboratorien".

  • 2. Können Gesichtsschutzschilde als Ersatz für Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden?

    Nein, Gesichtsschilde sind nicht geeignet als Ersatz für Mund-Nase-Bedeckungen, da sie nicht dicht abschließen und der Fremdschutz nicht gewährleistet werden kann. Siehe dazu auch die Hinweise der BAUA unter "FAQ-Corona – Schutzmasken und weitere Schutzausrüstung".

  • 3. Sind Hochschulen verpflichtet, Beschäftigen Testangebote zu unterbreiten und gilt das auch für Studierende?

    Flächendeckendes Testen im betrieblichen Kontext soll die bisherigen Bemühungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens mit SARS-CoV-2 am Arbeitsplatz deutlich verbessern. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) beabsichtigt dazu, die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) erneut anzupassen. Das Bundeskabinett hat den aktuellen Referentenentwurf der "Zweite Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung" mit Datum vom 13. April 2021 beschlossen und vorab veröffentlicht. Die Verordnung soll zeitnah im Laufe der 16. KW verabschiedet werden, am fünften Tag nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft treten und längstens bis 30. Juni 2021 gelten.

    Gemäß § 5 dieses Entwurfs sollen Arbeitgeber verpflichtet werden, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern je nach Art der Beschäftigung ein oder zwei Testangebote pro Woche zu unterbreiten. Somit werden auch die Hochschulen verpflichtet, ihren Beschäftigten ein entsprechendes Testangebot zu unterbreiten. Eine Verpflichtung der Beschäftigten zur Teilnahme an den Tests besteht jedoch nicht.

    Die Verantwortlichen in Hochschulen haben aber nicht nur für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Beschäftigten zu sorgen, sondern dies auch für Studierende sicherzustellen. Eine Teststrategie für den laufenden Hochschulbetrieb kann nur dann die gewünschte Wirkung entfalten, wenn die Studierenden gleichwertig mit in diese Strategie eingebunden werden. Die Hochschulen sollten also für alle auf dem Hochschulgelände anwesenden Beschäftigten und Studierenden zur Erhöhung der Sicherheit bei Präsenzterminen in Forschung, Lehre und Verwaltung ein geeignetes Testkonzept entwickeln. Die für die Hochschulen verpflichtende Grundlage zur Unterbreitung eines gleichwertigen Testangebots für Studierende ergibt sich aus § 2 Abs. 1 Satz 3 der DGUV-Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention":

    "Die in staatlichem Recht bestimmten Maßnahmen gelten auch zum Schutz von Versicherten, die keine Beschäftigten sind."

    Hinweise zur Umsetzung der Vorschrift 1 enthält die DGUV Regel 100-001 "Grundsätze der Prävention".