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Projekt-Nr. BGFAALL006
Isolierung und Charakterisierung von Berufsallergenen unter besonderer Berücksichtigung von niedermolekularen Stoffen

Branche(n): -branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en): Gefahrstoffe, Arbeitsbedingte Erkrankungen

Schlagworte: Allergisierende Stoffe, Chemische Arbeitsstoffe

Status: abgeschlossen 12/1998

gefördert durch: Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG), Bergbau-Berufsgenossenschaft

Projektdurchführung: Berufsgenossenschaftliches Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin (BGFA), Bochum

weitere Stichworte zum Projekt:

Grundlagen für Berufsallergie-Diagnose, -therapie und -prävention

Zielsetzung:

Niedermolekulare Stoffe, die als Atemwegsallergene bei Kunststoff- und Arzneimittelherstellung sowie im Friseurhandwerk auftreten, sind im Gegensatz zu vielen bereits beschriebenen Allergenen keine Proteine und daher selbst nicht in der Lage, als Antigene zu wirken. Sie können aber körpereigene Proteine strukurell so verändern, dass diese als Antigene erkannt werden und eine Antikörperantwort induzieren. Für einen Antikörpernachweis (insbes. IgE) ist es deshalb erforderlich, Kopplungsprodukte aus Proteinen und niedermolekularen Stoffen herzustellen und als Antigene diagnostisch einzusetzen. Ziel: Verbesserung der Diagnostik für IgE-vermittelte allergische Reaktionen durch niedermolekulare Stoffe; Herstellung von geeigneten Hapten-Konjugaten mit Antigeneigenschaften.

Aktivitäten/Methoden:

Herstellung von Konjugaten aus HSA oder anderen Polymerträgern mit Berufskrankheit-relevanten Substanzen; Interventionsstudie in einem Krankenhaus (Umstellung von gepuderten Latexhandschuhen auf ungepuderte latexhaltige und synthetische).

Ergebnisse:

Kreuzreaktivität der Phtalsäureanhydrid(PA)-spezifischen EgE-Antikörper gegenüber Hexahydrophthalsäureanhydrid (HHPA), Methylhexahydrophthalsäureanhydrid (MHHPA), Methyltetrahydrophthalsäureanhydrid (MTHPA) und Tetrahydrophthalsäureanhydrid (cis-4-THPA und 1-THPA); 1 Jahr nach Umstellung der Handschuhe keine neuen Sensibilisierungen und 50%-Abfall der latexspezifischen IgE-Antikörper bei Sensibilisierten.

Veröffentlichungen:

Baur, X.; Chen, Z.; Posch, A.; Rihs, H.-P.; Raulf-Heimsoth, M.; Allmers, H.: Struktur und klinische Relevanz des Naturlatex-Hauptallergens Hevein. Dt. Ärzteblatt 22 (1997), S. 1499-1501

Weitere Informationen:

E-Mail: oeff@bgfa.de

Stand: 08.07.2002

 

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