- > Forschung
- > Projektverze...
- > Projekt-Nr. IFA3121
Projekt
- Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
- Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
- Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe
-branchenübergreifend-
Gefährdungsart(en):Biologische Arbeitsstoffe, Gefahrstoffe
Schlagworte:Schutzmaßnahme, Biologische Arbeitsstoffe, Messverfahren
weitere Schlagworte zum Projekt:Lecktest, Schutzhandschuh, Handschuh, Mikroorganismen, Bakterien, Viren, Leitfähigkeit, Phagen, Wasserlecktest, Luftlecktest
Ansprechpartner:
Leitfähigkeitsmessungen zur Leckbestimmung von Schutzhandschuhen gegen Mikroorganismen
Projekt-Nr. IFA3121
Status:
laufend 03/2011
Zielsetzung:
Derzeit gibt es in Europa kein genormtes Verfahren zur Prüfung von Schutzhandschuhen auf ihre Undurchlässigkeit gegenüber Mikroorganismen. In den USA wird hierzu schon seit längerem ein aufwendiger Test mit Phagen durchgeführt. In der EU wird ersatzweise das Bestehen einfacher Penetrationstests (Wasser- und Luftlecktest nach DIN EN 374) herangezogen, um den Schutz gegen Mikroorganismen zu prüfen. Dies entbehrt jedoch jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Die Idee des Projektes besteht nun darin, den Phagentest und die bisher in Europa verwendeten Penetrationsverfahren mit einer Leitfähigkeitsmessung, die in der Kondomherstellung bereits seit vielen Jahren erfolgreich Anwendung findet, zu vergleichen. Sollte sich herausstellen, dass die Leitfähigkeitsmessung ebenso empfindlich ist wie die Lecksuche mit Phagen, wäre eine einfache, robuste und billige Methode gefunden, um die Undurchlässigkeit gegenüber Mikroorganismen festzustellen. Weiterhin könnten die bisherigen Penetrationsverfahren somit abgelöst werden. Hier ist anzumerken, dass besonders das Ergebnis des Wasserlecktests fehleranfällig ist, da der Versuchsdurchführende hier visuell Leckagen bestimmen muss. Diese menschliche Fehlerkomponente würde wegfallen.
Durch das Projekt soll gezeigt werden, dass Leitfähigkeitsmessungen an Schutzhandschuhen eine günstige und robuste Alternative sind, verglichen mit der Lecksuche über Phagenbeaufschlagung. Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes sollte das Verfahren als Teilnorm (DIN EN 374-X) zur Bestimmung der Schutzwirkung von Schutzhandschuhen gegenüber Mikroorganismen etabliert werden.
Aktivitäten/Methoden:
Es werden Handschuhe parallel mit den vier genannten Verfahren untersucht. Dabei werden auch dichte Handschuhe nach gezielter Manipulation, wie z. B. Durchstechen mit einer Kapillare, vermessen.

Versenden
Seitenfeedback
Webcode:
d113393