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Containerbeladung im Hafen

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Containerumschlag, Bild: Kirk R. Williams, Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft

Gefahrenschwerpunkt Frachtcontainer

Ein Großteil des globalen Warenhandels erfolgt mithilfe von Frachtcontainern. Allein in den deutschen Seehäfen werden jährlich rund 15 Mio. dieser Transporteinheiten umgeschlagen. Das Öffnen und Entladen der Container ist mit vielfältigen Gefährdungen und häufig auch Gesundheitsrisiken verbunden. Davon sind Beschäftigte, die in Häfen Container öffnen, aber auch die Empfänger im Binnenland betroffen.

Nahezu 20 % der aus Übersee eintreffenden Container wurden vor dem Verschiffen mit sehr gefährlichen Begasungsmitteln beaufschlagt oder sind mit anderen gefährlichen Stoffen belastet. Dies soll Schimmelbildung, das Verderben der Ware sowie die Übertragung von Krankheitserregern und Schädlingen verhindern. Auch Industriechemikalien aus dem Herstellungsprozess der Waren können Beschäftigte gefährden, wenn Container unsachgemäß geöffnet und entladen werden. Neben chemischen und biologischen Gefährdungen müssen mechanische Gefährdungen beachtet werden. So ereignen sich häufig Unfälle durch herabstürzende Waren und Transportmaterialien.

Begaste Container müssen nach international geltenden Vorschriften mit Warnhinweisen gekennzeichnet sein. Häufig fehlen diese Kennzeichnungen jedoch oder weisen Mängel auf, sodass sich entlang der Lieferkette immer wieder gefährliche Situationen ergeben und Unfälle ereignen. Als „begast“ geltende Container dürfen nach der Gefahrstoffverordnung nur durch sach- bzw. fachkundige Personen geöffnet werden. In der TRGS 512 „Begasungen“ werden Merkmale, die als Hinweise auf Begasungsmittel gelten, aufgeführt. Beim Vorliegen dieser Merkmale sind einschlägige Schutzmaßnahmen vorgeschrieben, und erst nach längeren Belüftungsphasen und messtechnischer Überprüfung des Innenraumes darf eine Freigabe erfolgen. Entsprechende Regelungen fehlen jedoch für Industriechemikalien, mechanische Gefährdungen und biologische Agenzien, die bei Importcontainern ebenfalls zu einem Gesundheitsrisiko werden können.

 

 

so geht's

Informationsportal "Gefährliche Container"

Zielgruppen:

Personen, die Tätigkeiten mit, an oder in Containern durchführen
Sie sollen über mögliche Gefährdungen, erforderliche Schutzmaßnahmen und zu beachtende Vorschriften informiert werden.

Ärzte und Rettungsdienste, die auf Menschen treffen, die infolge von Tätigkeiten mit Containern möglicherweise Einwirkungen chemischer oder biologischer Agenzien ausgesetzt waren.