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Mitarbeiter an Bedienpult vor virtuell dargestelltem Roboter-Greifarm

Vergrößern (276 kB)

Mensch-Roboter-Interaktion in einem Versuchsaufbau zur Gebrauchstauglichkeit von zukünftigen Bediengeräten, Bild: IFA

Ansprechpartner:

Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
Fachbereich 5
Dr. Peter Nickel
Alte Heerstraße 111
53757 Sankt Augustin
Tel.: 02241 231-2832
Fax: 02241 231-2234

Virtuelle Realität in der Mensch-Maschine-Interaktion

Was ist Virtuelle Realität?

In Virtueller Realität (VR, Virtual Reality) interagiert der Mensch in einer simulierten Umwelt. Dem Menschen werden virtuelle Gegenstände und Umgebungen präsentiert, er kann sie mit seinen Sinnen realitätsnah wahrnehmen, er kann sie bewegen, er reagiert auf sie und kann sie in ihrer natürlichen Größe so behandeln, wie er dies in der Realität tun würde. Werden virtuelle und objektive Realität miteinander vermischt, so spricht man auch von unterstützter (Augmented Reality) oder gemischter Realität (Mixed Reality).

Safety and Usability through Applications in Virtual Environments (SUTAVE) ist der englische Begriff, der den Einsatz virtueller Realität (VR) für Problemlösungen und innovative Gestaltung im Arbeitsschutz beschreibt. Das IFA verfügt über ein eigenes SUTAVE-Team und spezielle SUTAVE-Laboratorien.

Im SUTAVE-Labor des IFA können Arbeitsabläufe in einem simulierten Arbeitssystem untersucht werden. Als dreidimensionales dynamisches Abbild der Realität umfasst es Arbeitsmittel, -platz, -umgebung und -aufgabe. Diese Virtuelle Realität ist:

  • realitätsnah: Die Interaktion des Menschen im virtuellen Arbeitssystem führt zu unmittelbaren Auswirkungen in der menschlichen Informationsverarbeitung.
  • interaktiv: Der Mensch agiert mit dem virtuellen Arbeitssystem, verarbeitet Informationen direkt und setzt sie zeitnah um.
  • animiert: Teile des Arbeitssystems bewegen sich selbständig oder können bewegt werden.
  • dynamisch wahrnehmbar: Die visuelle, akustische und haptische Wahrnehmung und damit die Projektion verändern sich. Dies geschieht abhängig davon, wo der Mensch steht, wie er sich bewegt und wie sich die simulierte Umwelt relativ zu ihm verändert.

Interdisziplinäre, enge Zusammenarbeit von Wissenschaftlern im SUTAVE-Labor dient der Untersuchung realitätsnaher Anwendungen. Die Virtuelle Realität erlangt somit zunehmende Bedeutung für

  • die Analyse, Gestaltung und Evaluation von sicherheitsgerechten und gebrauchstauglichen Mensch-Maschine-Schnittstellen
  • die effektive und effiziente technologische Unterstützung bei der Gestaltung neuer Produkte, Produktionsprozesse und Schutzkonzepte.

Die VR kann dadurch Verhältnisprävention im Arbeitsschutz unterstützen.

so geht's

Flyer zum Download

dguv-downloads
Virtuelle Realität im Arbeitsschutz
Ein Angebot des IFA
(SUTAVE
Safety and Usability through Applications in Virtual Environments)

Filmdokumentation herunterladen

dguv-downloads
VR im Arbeitsschutz: Anschauliche Filmdokumentation zu Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von VR im Arbeitsschutz (169 MB, Format: mov)