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IFA-Raumakustikrechner für Unterrichtsräume nach DIN 18041, Bild: IFA

Ansprechpartner:

Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
Fachbereich 4


Alte Heerstr. 111
53757 Sankt Augustin
Tel.: 02241 231-2607 (Maue),
-2608 (Förster)
Fax: 02241 231-2234

Raumakustische Gestaltung von Unterrichtsräumen

In Unterrichtsräumen, bei deren Gestaltung raumakustische Aspekte nicht berücksichtigt wurden, reflektieren die Raumbegrenzungsflächen (Wände, Decken, Boden) den Schall oft sehr stark. Dies führt zu einem langen Nachhall, der die Sprachverständlichkeit reduziert und den Schallpegel im Raum erhöht.

Durch die reduzierte Sprachverständlichkeit können die Schüler dem Unterricht nur unter großen Anstrengungen oder nur teilweise folgen. Sie ermüden schneller und ihre Leistungsfähigkeit ist beeinträchtigt. Verschiedene Studien zeigen, dass sich die Gedächtnisleistungen unter Lärm um mehr als 20 % verschlechtern.

Speziell bei lauteren Unterrichtssituationen hat ein durch den Nachhall erhöhter Schallpegel deutliche Konsequenzen: Er macht lauteres Sprechen erforderlich, was die Geräuschbelastung noch weiter erhöht. Diese als Lombard-Effekt bekannte Selbstverstärkung schraubt die Geräuschbelastung weiter in die Höhe und kann zu einer für alle betroffenen Personen extrem unangenehmen Belastungssituation führen. Für das Lehrpersonal können sich bei hohen Geräuschbelastungen im Unterricht Stressreaktionen ergeben, die sich beispielsweise anhand der Herzschlagfrequenz nachweisen lassen. Gleichzeitig führt ein akustisch ungünstiges Klassenzimmer aber auch zu einer deutlich stärkeren Stimmbelastung der Lehrkräfte, möglicherweise mit der Folge von gesundheitlichen Problemen.

Solche Probleme können durch eine raumakustische Gestaltung der Unterrichtsräume vermieden werden. Maßgeblich hierfür ist die Norm DIN 18041 „Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen“. Ihrzufolge ist in Unterrichtsräumen die Nachhallzeit in den Oktavbändern von 125 bis 4000 Hz die entscheidende Kenngröße für die Bewertung der Raumakustik. Die Nachhallzeit bezeichnet die Zeitdauer, die für eine Pegelabnahme des Halls um 60 dB benötigt wird. Sie kann reduziert werden durch eine Belegung der Raumbegrenzungsflächen mit schallabsorbierenden Materialien. Meist ist eine Installation im Deckenbereich die erste Wahl und nicht selten bereits als alleinige Maßnahme ausreichend.

Das IFA stellt einen Raumakustikrechner für Unterrichtsräume zur Verfügung, der sowohl die Nachhallzeiten in den Oktavbändern von 125 bis 4000 Hz als auch die entsprechenden Toleranzgrenzen der DIN 18041 berechnet und graphisch ausgibt. Das Programm ist einfach gestaltet: Es sind lediglich die Raumdimensionen anzugeben für eine Abschätzung der Nachhallzeiten, die sich durch die gleichzeitige Anzeige der oberen und unteren Toleranzgrenze leicht mit den Anforderungen der DIN 18041 vergleichen lassen. Darüber hinaus kann das Programm die Wirkung von Absorbern an Decken und Wänden des Raumes berechnen, was die Planung raumakustischer Maßnahmen ermöglicht.

 

so geht's

Raumakustikrechner herunterladen (Version 1.0.2)

dguv-downloads

Programmbeschreibung

IFA-RaumAkustikRechner-Setup.exe (Installationsversion für den Fall, dass die .Net-Laufzeitumgebung nicht vorhanden ist)

IFA-RaumAkustikRechner.exe (ist direkt lauffähig, wenn die erforderliche .Net-Laufzeitumgebung vorhanden ist)

Hinweis: In der neuen Version 1.0.2 wurde ein Fehler behoben, der dazu geführt hatte, dass die Inneneinrichtung in der Schalterstellung "normal" nicht berücksichtigt wurde.