Suchtprävention

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Suchtprobleme durch den Konsum von Alkohol, Medikamenten, Aufputschmitteln oder illegalen Drogen spielen auch in der Arbeitswelt eine Rolle und werden oft unterschätzt.

Experten gehen davon aus, dass ca. 10% der Beschäftigten Alkohol in missbräuchlicher Weise konsumieren, weitere 5% gelten als alkoholabhängig. Schätzungen zufolge sind 1 - 2% der Beschäftigten medikamentenabhängig.

Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung 2016 (PDF, 4 MB)

Suchtprobleme bedeuten nicht nur für Betroffene und deren Angehörige individuelle Tragödien. Sie verursachen für Wirtschaft und Gesellschaft hohe Kosten.

Der Konsum von Alkohol, Drogen sowie anderen Rausch- und Aufputschmitteln stellt eine erhebliche Gefährdung am Arbeitsplatz dar. Auf Basis der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (DGUV Vorschrift 1) dürfen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber Beschäftigte, die erkennbar nicht in der Lage sind, eine Tätigkeit ohne Gefahr für sich und andere auszuführen, nicht mit dieser Tätigkeit beschäftigen. Auch dürfen sich Beschäftigte nicht durch den Konsum von Alkohol, Drogen oder anderen berauschenden Mitteln in einen Zustand versetzen, durch den sie sich selbst oder andere gefährden können.

Daneben spielt die Suchtprävention auch in der betriebsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung eine Rolle.

Die DGUV greift das Thema Betriebliche Suchtprävention im Sachgebiet "Betriebliche Gesundheitsförderung" ihres Fachbereichs Gesundheit im Betrieb auf.

Für betriebliche Multiplikatoren bietet die DGUV eine Reihe von Seminaren und Informationsmaterialien zum Thema Sucht im Betrieb an.

Das Handbuch des DVR "Suchtprobleme im Betrieb" gibt einen Überblick über die Vielfältigkeit des Suchterkrankungen, deren Ursachen und Entwicklungsstufen. Des Weiteren beschreibt das Handbuch betriebliche Maßnahmen sowie rechtliche Rahmenbedingungen

Da Suchtprävention am effektivsten ist, wenn sie bereits die Jugendlichen erreicht, stellt die DGUV auch didaktisch aufbereitete Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe I und II sowie für berufsbildende Schulen zu Themen der Suchtprävention zur Verfügung:

Allgemein auf dem Internetportal "Lernen und Gesundheit"

Informationen für die Sekundarstufe I

Informationen für die Sekundarstufe II

Informationen für Berufsbildende Schulen

Ansprechperson

Gerald Wanka
Abteilung Sicherheit und Gesundheit (SiGe) Referat "Gesundheitsschutz"
Tel. 02241 231-1370