• GDA

Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA)

Gemeinsam Handeln - jeder in seiner Verantwortung. Diese Leitlinie prägt seit 2008 das deutsche Arbeitsschutzsystem. Vor diesem Hintergrund haben sich Bund, Länder und Unfallversicherungsträger unter Beteiligung aller relevanten Arbeitsschutzakteure, insbesondere der Sozialpartner, auf ein abgestimmtes Konzept für eine "Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie" (GDA) verständigt Mit dem Ziel, die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu erhalten, zu verbessern und zu fördern sowie zur langfristigen Kostenentlastung der Unternehmen und der sozialen Sicherungssysteme wurden gemeinsame Arbeitsschutzziele und Handlungsfelder unter Federführung der DGUV erarbeitet und von den Trägern der GDA (Bund, Länder und Unfallversicherungsträger) festgelegt.

Als zentrale Ziele für die erste GDA-Periode von 2008 bis 2012 wurden Verbesserungen von Sicherheit und Gesundheitsschutz mit den Zielen "Verringerung von Arbeitsunfällen", "Verringerung von Hauterkrankungen" und "Verringerung von Muskel-Skelett-Erkrankungen" identifiziert. Damit befindet sich die GDA in Übereinstimmung mit den Zielen und Anforderungen der EU an ihre Mitgliedstaaten im Rahmen der  EU-Strategie für Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit 2007-2012.

Zur Erfolgskontrolle wird die Erreichung der Ziele mit einer Evaluation geprüft, die  sowohl prozessbegleitend als auch nachgehend stattfindet. Diese Erfolgskontrolle erfolgt auf der Basis eines einheitlichen Bewertungsschemas mit entsprechenden, teilweise neu entwickelten Indikatoren und ist ein elementarer Bestandteil der GDA. Der Evaluationsbericht zur Strategieperiode 2008 - 2012 macht deutlich, dass die GDA-Arbeitsprogramme positive Effekte auf den betrieblichen Arbeitsschutz hatten. Betriebe, die laut der im Rahmen der Evaluation durchgeführten repräsentativen Betriebsbefragung in die GDA-Arbeitsprogramme einbezogen waren, schneiden bei zentralen Aspekten des Arbeitsschutzes (Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, sicherheitstechnische und betriebsärztliche Betreuung) signifikant besser ab als solche, bei denen dies nicht der Fall war. Dieser Unterschied besteht unabhängig von Faktoren wie Betriebsgröße, Branchenzugehörigkeit und Region.

Im Zeitraum 2013 - 2018 arbeiten die Träger der GDA gemeinsam an der Verwirklichung und Erreichung der folgenden Arbeitsschutzziele:

  • Verbesserung der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes
  • Verringerung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefährdungen und Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich
  • Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer Belastung

Für die Umsetzung dieser Ziele haben die GDA-Träger drei Arbeitsprogramme aufgelegt: "Organisation", "MSE" und "Psyche". Bei der Umsetzung dieser Programme arbeiten die GDA-Träger eng mit den Sozialpartnern und Kooperationspartnern, z. B. Krankenkassen, Fachverbänden und Netzwerken zusammen. 

Arbeitsprogramm Psyche

Zum "Arbeitsprogramm Psyche" schildern 17 Interviewpartnerinnen und Interviewpartner aus unterschiedlichen Arbeitsgebieten ihre Sicht auf arbeitsbedingte psychische Belastungen. Die umfangreiche Interviewserie "Stimmen aus der Praxis" gibt hierzu vielfältige Impulse und Anregungen.

Ein Beispiel, wie Unternehmen psychische Belastungen am Arbeitsplatz erkennen und überprüfen können, erläutert ein Erklärfilm zur praktische Umsetzung, der auf dem "Onlineportal GDA - Arbeitsprogramm Psyche" heruntergeladen werden kann.

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