Corporate Social Responsibility

Bild: tommyS - PIXELIO und JayJay

Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (engl.: Corporate Social Responsibility - CSR) meint, mehr im Blick zu haben als die nächsten Quartalszahlen. Es geht um eine neue Lesart von "wertschaffend und wertschöpfend" – nach innen und nach außen.

Erfolgreiche Unternehmen und Organisationen, die ihre gesellschaftliche Verantwortung an- und wahrnehmen, sehen die Zielerreichung nicht nur monetär, sondern auch kulturell: Unternehmerisch erfolgreich tätig sein und gesellschaftlich verantwortungsvoll agieren schließen sich nicht aus. Die wesentlichen Grundsätze, die in so einer "verantwortlichen Unternehmenskultur" Berücksichtigung finden sind in der ISO 26000 beschrieben:

  • Rechenschaftspflicht
  • Transparenz
  • Ethisches Verhalten
  • Achtung der Interessen der Anspruchsgruppen
  • Achtung der Rechtsstaatlichkeit
  • Achtung internationaler Verhaltensstandards
  • Achtung der Menschenrechte

Vor dem Hintergrund einflussreicher Megatrends wie Globalisierung, Flexibilisierung und nicht zuletzt Digitalisierung (Stichworte: Industrie 4.0, Arbeit 4.0 und Prävention 4.0) stehen alle beteiligten Akteure vor der Herausforderung, sich die damit verbundenen Konsequenzen für die Arbeits- und Bildungswelten bewusst zu machen. Entscheidend dafür, diesen Herausforderungen gerecht zu werden ist, dass soziale und Umweltstandards sowie Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit untrennbare Bestandteile strategischer Unternehmensentscheidungen werden. Für das eigene Unternehmen/die eigene Organisation aber auch darüber hinaus (Stichwort: Lieferketten/supply chain management). Sozial verantwortlich handeln heißt aber auch: aus Überzeugung und "sichtbar" handeln. Aus diesem Grund ist soziale Verantwortung einer Organisation auch nicht zertifizierbar. Sie ist vielmehr täglich "erlebbar".

Die gesetzliche Unfallversicherung beschäftigt sich im Rahmen der Aktivitäten des Sachgebiets "Veränderung der Arbeitskulturen" mit Fragestellungen, die auch den Themenkomplex gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen betreffen. Darüber hinaus unterstützt und fördert die DGUV die Bekanntmachung und Anwendung der ISO 26000 und damit die Prinzipien gesellschaftlich verantwortlichen Handelns.


Ansprechpersonen

Christian Pangert
Abteilung Sicherheit und Gesundheit der DGUV (SiGe)
Referat "Arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren"
Telefon: 089 62272-210

Dr. Christian Bochmann
Institut für Arbeit und Gesundheit der DGUV (IAG)
Bereich "Unternehmensorganisation, Kooperation und Recht"
Telefon: 0351 457-1140