Arbeitsstätten sicher und menschengerecht gestalten

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Bild: Fachbereich Bauwesen der DGUV

Stand der Arbeit im staatlichen Arbeitsstättenausschuss

Moderne Arbeitsstätten und Arbeitsplätze müssen zahlreichen Anforderungen genügen, damit das Unternehmen insgesamt erfolgreich sein kann. So beinhaltet der Gesundheitsschutz über die sicherheitstechnischen Maßnahmen hinaus die Abwehr thermischer, physikalischer und arbeitsumgebungsbedingter Gefährdungen, aber auch die Abwehr physischer und psychischer Belastungen, die sämtlich zu arbeitsbedingten Erkrankungen führen können und damit schädlich für die Gesundheit der Beschäftigten sind. Darüber hinaus erfasst der Gesundheitsschutz auch die menschengerechte Gestaltung der Arbeit.

Handlungshilfen der Unfallversicherungsträger

Bei der Arbeitsstättenverordnung von 2004 handelt es sich mit wenigen Ausnahmen um die 1:1 Umsetzung der EG-Arbeitsstättenrichtlinie 89/654/EWG. Detailregelungen an Arbeitsstätten werden im Gegensatz zur alten Verordnung von 1975 nicht mehr getroffen und durch Zielvorgaben ersetzt.

Die als Schutzziel formulierten Anforderungen für den betrieblichen Alltag sinnvoll umzusetzen, ist insbesondere für den Inhaber von Kleinst- und Kleinbetrieben schwierig. Hier kommt auf die Aufsichtsbehörden der Länder und die Aufsichtsdienste der Unfallversicherungsträger ein erheblicher Beratungsbedarf zu. Eine Schwerpunktaufgabe der Fachbereiche der DGUV besteht darin, praxisgerechte und branchenorientierte Handlungshilfen für die Umsetzung staatlicher Arbeitsschutzvorschriften zu erarbeiten und dem Unternehmer dadurch zu mehr Rechtssicherheit zu verhelfen. Dies erfolgt vorzugsweise durch das neue Präventionsinstrument der DGUV Branchenregel.

Für eine Vielzahl der allgemeinen Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung bieten die Unfallversicherungsträger Handlungshilfen für die branchenbezogene Umsetzung.

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