Arbeitszeitrichtlinie

Tägliche Arbeitszeiten von mehr als acht Stunden sind aus Sicht der Prävention nicht zu empfehlen.
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Die Europäische Kommission prüft derzeit eine Überarbeitung der so genannten Arbeitszeit-Richtlinie (Richtlinie 2003/88/EG). Zu diesem Zweck hat die Kommission von Dezember 2014 bis März 2015 Stellungnahmen und Meinungen der Öffentlichkeit eingeholt. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat sich an dieser öffentlichen Konsultation mit einer eigenen Stellungnahme beteiligt.

Die EU-Arbeitszeit-Richtlinie regelt rechtliche Mindeststandards, die die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bei der Gestaltung ihrer nationalen Gesetze zur Arbeitszeit auf jeden Fall einhalten müssen. Dies betrifft unter anderem die tägliche und wöchentliche Höchstarbeitszeit, Pausen- und Ruhezeiten, Urlaub und Sonderregelungen (zum Beispiel für Beschäftigte im Gesundheitswesen oder in Verkehrsbetrieben).

In ihrer Stellungnahme weist die DGUV darauf hin, dass tägliche Arbeitszeiten von mehr als acht Stunden Dauer und wöchentliche Arbeitszeiten von mehr als 40 Stunden aus Sicht der Prävention nicht zu empfehlen sind. So hätten wissenschaftliche Studien gezeigt, dass das Unfallrisiko bei Beschäftigten nach der neunten Arbeitsstunde exponentiell ansteige. Negative Wirkungen auf Sicherheit und Gesundheit zeigten sich auch bei überlangen Wochenarbeitszeiten.

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